3. Literaturempfehlung

Das Buch "Gehirn und Gedicht" befasst sich mit der Gegenüberstellung und dem Abgleich von Neurowissenschaft und poetische Tradition. Der Dichter Raoul Schrott und der Neuropsychologe Arthur Jacobs durchforsten im Schulterschluss die Bereiche 'Über das Lesen', 'Denkbewegungen', 'Metaphorik', 'Laut und Malerei', 'Musik', 'Vers und Reim', 'Schrift und Sprache', 'Bildräume' und 'Denkfiguren'. Betreiben eine gemeinsame Spurensuche 'neuronaler Prozesse in der Poesie: ein wissenschaftliches Abenteuer an der Grenze von Natur- und Geisteswissenschaften, ein großer Entwurf über den inneren Zusammenhang von Denken, Sprechen und dichten.' Sie bei dabei lesend zu begleiten, ist ein großes Geschenk!

Warum können wir uns beim Lesen so in ein Buch vertiefen, dass wir die Welt um uns vergessen? Warum gehen uns Reime ein Leben lang durch den Kopf, und warum schlagen Metaphern manchmal ein wie der Blitz? Raoul Schrott hat auf der Suche nach dem Geheimnis des Gedichts die neuesten Spuren der Biologie und Wissenschaft aufgenommen. Zusammen mit Arthur Jacobs zeigt er, wie sich in elementaren literarischen Stilmitteln neuronale Prozesse erkennen lassen. Anhand vieler Beispiele aus unterschiedlichsten Epochen führt er uns vor, wie wir denken, warum wir es so tun, wie wir es tun, und wie daraus Dichtung entsteht.

Raoul Schrott, Arthur Jacobs, Gehirn und Gedicht. Wie wir unsere Wirklichkeit konstruieren. // ISBN 978-3-446-25369-8 // der kurze Weg zum Buch // Carl Hanser Verlag